Vereinigung Ehemaliger P├Ąpstlicher Schweizergardisten 
History

Präsidenten:

1948 − 1973         Ord         Josef Odermatt, Oberdorf / NW
1973 − 2004         Helb       Karl Kranz, Stans / NW
2004 −                   Helb       Johannes Blöchliger, Hergiswil/NW
 

Vize -Präsidenten:

1948 − 1964         Kpl          Johann Gnos, Stans / NW - Flüelen / UR
1964 − 1966         Helb       Fritz Bitter, Hellbühl / LU
1966 − 1971         Helb       Michael Scheuber, Baden / AG
1971 − 1986         Helb       Louis Renner, Erstfeld / UR
1986 − 1995         Helb       Josef Ettlin, Schattdorf / UR
1995 − 2004         Kpl          Rudolf Conrad, Stans / NW
2004 − 2009         Helb       Stephan Starkl, Emmetten/NW
2009 -                    Kpl          Hans Graf, Ennetbürgen NW
 

Sekretär:

1948 − 1961                        Staatsarchivar Ferdinand Niederberger, Stans / NW
1961 − 1973         Helb       Karl Kranz, Stans / NW
1973 − 2004         Kpl         Rudolf Conrad, Stans / NW
2004 −                  Helb       Stephan Starkl, Emmetten/NW
 

Kassier:

1948 − 1961                        Staatsarchivar Ferdinand Niederberger, Stans / NW
1961 − 2004         Helb       Karl Kranz, Stans / NW
2004 −                  Helb       Johannes Blöchliger, Hergiswil/NW
 

Delegierten:

1965 − 1983         Wm         Albert Mathis, Stans / NW - Reussbühl LU
1983 − 1990         Kpl          Lorenzo Odermatt, Emmenbrücke / LU
1990 − 2009         Kpl          Hans Graf, Ennetbürgen / NW
 
Anlässlich der Schweizerischen Tagung 2009 in Naters wurde die Delegiertenversammlung durch die Präsidentenkonferenz ersetzt, weshalb das Amt des Delegierten an der GV der Sezione Sottoselva 2009 aufgelöst wurde. Hans Graf übernimmt deshalb das Vizepräsidium der Sezione, damit er an diesen Präsidentenkonferenzen den Präsidenten als sein Stellvertreter legitim vertreten kann.
 
 
Zentralpräsident der gesamtschweizerischen „Vereinigung ehemaliger Päpstlicher Schweizergardisten“

1993 − 1999         Helb       Stephan Starkl, Hergiswil / NW


Vor der Gründung der Sezione wirkten schon zwei Nidwaldner an der "Heimatfront" zum Wohle der Päpstlichen Schweizergarde:

In den Jahren 1910-1934 haben sich zwei Nidwaldner Persönlichkeiten als Freund, Berater, Schaffer und Gönner für die Anliegen der Schweizergarde eingesetzt. Es waren dies Staatsarchivar Dr. Robert Durrer (1867-1934) und Nationalrat Hans von Matt (1869-1932). Sie hatten sich in verschiedener Art für die Garde, sei es bei der Werbung der Gardisten, der Anschaffung der Gardefahne, Gardegeschichtsforschung, Denkmalbau im Quartier etc. grosse Verdienste erworben.

Staatsarchivar Dr. Robert Durrer, Stans

Er war ein persönlicher Freund und Berater von Oberst Jules Repond, Gardekommandant von 1910-1921. Sein Rat war gefragt und hatte grossen Einfluss auch bei verschiedenen vatikanischen Stellen. "Päpstlicher Schweizergarde Werbeassistent", so nannte ihn Oberst J. Repond in seinem Brief vom 5. November 1913 und bedankte sich für seine gute Arbeit (fünf Mann, darunter auch unser erster Sezione-Präsident Josef Odermatt) mit den Worten: "Die Unterwaldner halten sich gut, Remigi von Holzen, Ennetbürgen, 187 cm gross, ist ein schöner Mann, einige solche Kerle würde ich gerne mit Freude noch mehrere aufnehmen."

Robert Durrer lieferte auch mehrere Entwürfe für die Gardefahne und veranlasste die Ausführung durch das Frauenkloster Maria-Rickenbach/NW. Am 6. Mai 1914 wurde sie stolz das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt.

Papst Benedikt XV verfügte am 18. November 1914, dass die Garde eine neue (noch heute getragene) Uniform (angenehmer zum Tragen) erhalten soll. Sie entspricht der Kriegstracht der Schweizersöldner aus dem 16. Jahrhundert in den Wappenfarben der Florentiner Familie Medici (hatten mehrere Päpste) blau/rot/gelb.

Das Buch "Schweizergarde in Rom und die Schweizer in fremden Diensten" wurde von ihm verfasst. Am Vorabend bei der Privataudienz anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten des Gardedenkmals vom 20. Oktober 1927 überreichte der Autor seinen ersten Band der Gardegeschichte von 1506-1527 dem Papst Pius XI. Der Pontifex bedankte sich und verlieh ihm den päpstlichen Orden "Gregor des Grossen" für seine grossen Verdienste um die Schweizergarde und fragte: "Bis wann bekomme ich den zweiten Band?" "Gly, heiliger Vater, gly", antwortete in zuversichtlichem Eifer der originelle Gelehrte. Leider erfüllte sich dieses "gly" nicht, der zweite Band blieb ungeschrieben.

Nationalrat Hans von Matt, Stans 

Welch böse Zeiten, damals im 16. Jahrhundert, für Rom, den Papst und die Schweizergarde. In ganz Italien herrschte Kriegslärm, Franzosen, Deutsche, Spanier und Italiener, alles ausgehungerte, erbitterte Söldnerheere (Entlöhnung blieb aus durch ihre Kriegsherren Franz I. von Frankreich und Karl V. von Habsburg, Kaiser des "Römischen Reiches Deutscher Nation", überfielen 20&'000 Mann und plünderten am 6. Mai 1527 die Stadt Rom und Teile des heutigen Vatikans (von der Porta delle Fornaci am Fusse des Gianicolo über den Camposanto bis zum Papstaltar der St. Peterskirche), die beide reich an Schätzen waren und sind. Die 189köpfige Schweizergarde verteidigte mutvoll jeden Fussbreit Boden und so blieben noch 42 Mann übrig die den Heiligen Vater Clemens VII bei seinem Rückzug auf die Engelsburg schützend begleiteten.  

So hat die Päpstliche Garde den Schweizernamen mit Ruhm bedeckt und so durfte wohl der Gedanke beim Initiativkomitee "alles Innerschweizer", dem der Nidwaldner Hans von Matt vorstand, aufgekommen sein.

Das werdende Denkmal sollte nicht nur die Toten ehren, sondern gleichzeitig ein beredeter Zeuge und Mahner an diejenigen sein, die die 500jährige Tradition der Garde heute noch weiter hochhalten. Mit der Ausführung des Denkmals betraute das Komitee den Ennetbürger Bildhauer Eduard Zimmermann. Am 20. Oktober 1927 vor der Enthüllung des Denkmals "Sacco di Roma" richtete Nationalrat Hans von Matt als Komiteevorsitzender gehaltvolle Worte an den Papst Pius XI. und alle Anwesenden. Aus Ehrfurcht und in dankbarer Erinnerung an die 147 gefallenen Kameraden werden Jahr für Jahr an demselben Tag (6. Mai) die neuen Gardisten vereidigt.

Hans von Matt stellte weiterhin seine guten Dienste als erster Präsident der "Stiftung für pensionierte und aktive päpstliche Schweizergardisten und deren Familien" zur Verfügung, die aus den restlichen Geldern des Denkmalbaus (26. August 1928) errichtet wurde.